Soria

Heutzutage könnte man Soria als eine kleinere, allerdings dank des Gewerbes und des Fremdenverkehrs aktive Provinzhauptstadt definieren (35.178 Einwohner), welche noch ihren historischen und mittelalterlichen Charakter bewahrt hat, und Winkel, die Magie versprühen, die die Besucher seit jeher angezogen haben. Soria, eine der am meisten mit dem Fluss Duero in Verbindung gebrachten Städte, erhält den Charakter der kleinen Provinzstädte intakt. In der nördlichen Mitte der Iberischen Halbinsel gelegen, bahnt sie sich ihren Weg als eine der romantischsten Städte des Landes.

Lage

Soria ist eine Provinz im Herzen Spaniens, im östlichen Teil der Autonomen Region Kastilien und León. Sie grenzt an die Provinzen La Rioja, Saragossa, Guadalajara, Segovia und Burgos. Ihre Fläche beträgt 10.287 km².

Geschichte, Kunst und Kulturerbe

Gelobt und gepriesen durch die Schriftsteller Antonio Machado, Gerardo Diego und Gustavo Adolfo Bécquer, deren Worte heute lebendige Zeugen ihrer ganz besodneren Schönheit sind. Die Kreuzgänge von San Juan de Duero, das Kloster San Polo und die Wallfahrtskirche San Saturio dienten als Inspiration, um diese in einem Großteil ihres Oeuvres neu zu erfinden. Ihre keltiberischen Ursprünge erinnern daran, dass es auf dem Burghügel eine menschliche Ansiedlung zwischen den Städten Numancia und Uxama (Osma) und dass es auch einstmals auch ein muselmanisches Soria gab. Stadt der Denkmäler par excellence, ein Schatz an Kirchen, Palästen und Wallfahrtskirchen, die sich über alle Strassen verteilt finden, ist Soria doch auch eine moderne Stadt, die einen beeindruckendes historisch-künstlerisches Ensemble von unzweifellosem Wert beherbergt. Bevor man aber die architektonischen Juwelen aufsucht, sollte man nicht vergessen, dass Soria auch eine grüne Oase ist. Die Alameda de Cervantes ist die kleine grüne Lunge der Stadt mit einer Flächenausdehnung von neun Hektar. Die Grünzone birgt mehr als 80 verschiedene Baum- und Buscharten.

Freizeit und Gastronomie

Die Küche Sorias verehrt das Fleisch. Zicklein, Lamm und Schwein geben sich ein Stelldichein in vielen Gerichten, die sich von anderen Provinzen in Kastilien und León durch eigene Besonderheiten unterscheiden.

Typische Gerichte aus Soria:
  • Caldereta de cordero (geschmortes Lammfleisch mit Tomaten und Paprikaschoten)
  • Cardo (spanische Artischoke)
  • Migas del pastor (mit Speck geröstete Brotwürfel)
  • Sopas canas (Milchsuppe mit Brot und Zimt)
  • Cangrejos de río (Flusskrebse)
  • Lechazo asado (Milchlammbraten)
  • Níscalos (Pilzgericht, echter Reizker)
  • Sopas de ajo  (Knoblauchsuppen)

In der Nähe der Stadt

soria

Direkt am Ufer des Duero liegt das originelle Kloster San Juan de Duero des Ritter- und  Hospitalordens vom Heiligen Johannes zu Jerusalem. Der Kreuzgang zeigt eine große Anzahl von Bögen mit überkreuzten Schmiedeeisen im Freien, die seinen Charme noch unterstreichen. Ein weiteres Kloster begleitet den Duero an seinem Lauf durch den Ort: die Ruinen von San Polo, ein altes Templerkloster, das noch eine antike Kapelle des Klosters bewahrt, in der eine spitz zulaufende Tür besticht. Unweit von dort befindet sich die Wallfahrtskapelle San Saturio, zu der man über einen langen und romantischen Spaziergang entlang vieler Bäume kommt, die die Verliebten mit Herzen und Pfeilen versehen. Der Spaziergang folgt dem Flussbett des Duero, und war einer der beliebtesten Wege des berühmten Dichters Antonio Machado. Er endet mit einem Aufstieg zur Wallfahrtskapelle des San Saturio, dem Schutzpatron der Stadt. Der Konvent Santo Domingo, der ein interessantes, querformatiges Portal mit Blindbögen aufzuweisen hat und die Konkathedrale San Pedro, romanischen Ursprungs, wurden zum Nationalmonument erklärt. Die sorianischen Einsiedeleien vervollständigen das künstlerisch-religiöse Erbe, mit hübschen Exemplaren wie die Virgen del Mirón aus dem 18. Jahrhundert, Nuestra Señora de la Soledad aus dem 16. Jhd. und Nuestra Señora del Espino aus derselben Epoche. Die romanische Kirche San Juan de Rabanera, die auch zum Nationalmonument deklariert wurde, der Palast der Grafen von Gómara, ein Juwel der zivilen Architektur Sorias, die Kirche Nuestra Señora del Espino, die Wallfahrtskirche des Mirón und der Palast der Ríos und Salcedo sind weitere Paradebeispiele des künstlerisch-monumentales Erbes der Provinzhauptstadt. Man sollte sich aber unbedingt noch Zeit für einen kulturellen Besuch im Numantinischen Museum nehmen, das geschaffen wurde, um die Fundstücke des nahe gelegenen Numancia aufzubewahren, ferner sind ein Großteil der Schaukästen der Ausstellung der Überreste der keltiberisch-römischen Städte Uxama und Tiermes gewidmet.

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Lage

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